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| Creole Mitteldeutschland - die Auswahl ist geglückt! |
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Der Regionalausscheid für Weltmusik in Mitteldeutschland, dessen Trägerkreis auch der Landesverband angehört, fand zum zweiten Mal statt. Hier ein Bericht über die Ergebnisse: LuaMar und Feindrehstar: Hinreißend und mitreißend - Mitteldeutschlands Weltmusikgrammy schickt LuaMar (Dresden) und Feindrehstar (Jena) zum Bundesausscheid. Das war sie also, die diesjährige Creole Mitteldeutschland. Was an zwei Abenden im Jenaer Kassblanca geboten wurde, war eine Bestandsaufnahme der Weltmusik, wie sie in den drei Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gelebt wird. Zehn Bands, von der Vorjury zuvor aus 35 Bewerbern ausgewählt, überließen sich nacheinander die Mikrofone (eine wahre Herausforderung an jeden Techniker). Und sie alle waren würdige, professionelle Vertreter dieser naturgemäß weit gefächerten Sparte: Das Publikum erlebte Latino-Rhythmen, russische Zigeunerklänge, mittelalterliches, nordische Musik, ruppig-originelle Liedkunst auf Deutsch, sphärische Klänge in Phantasiesprachen, Maultrommelgroove – um nur einiges zu nennen. Die ganze Bandbreite spiegelt sich am Ende auch in den beiden Wettbewerbssiegern: Da ist zum einen das hinreißende Duo LuaMar, erst jüngst in Dresden gegründet, das brasilianisch inspirierte Songs von exotischem Reiz darbietet. Lua, der Mond, und Mar, das Meer, sind Inspirationsquelle für Sängerin Katharina Ahlrichs und Gitarrist Silvio Schneider, ebenso wie die Klänge von Bossa Nova und Samba. In ihrer Begründung befand die Jury sowohl die Virtuosität als auch das musikalische Konzept der Dresdner für herausragend. Und dann war da die mitreißende Performance von Feindrehstar. Die Jenaer, die sich auch schon mal in Kosmonautenanzügen ablichten lassen, boten ein energiegeladenes, äußerst präsentes Bühnenwerk. Ihre rund zwanzigminütigen (oder auch längeren) Stücke sind ein eklektischer Zusammenschnitt aus Groove und Jazz und Beats und Bläserklängen und Ethnosequenzen und sonst was zu einem Sound, der jede Halle anheizt. Als „mitreißenden Groove auf hohem musikalischem Niveau“ fasste die Jury in Worte, was die Band da an Preiswürdigem auf die Beine stellte. Beide Bands erhalten jeweils 2.000 Euro, und sie gehen als Vertreter von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zur Bundescreole vom 24. bis 27. September 2009 in Berlin an den Start. Zuvor sind sie auf zwei Preisträgerkonzerten zu erleben: Am 5. Dezember um 21 Uhr in der Moritzbastei Leipzig, am 6. Dezember um 20 Uhr im Moritzhof Magdeburg. Die Jury – das waren: Johannes Uhlmann im Juryvorsitz, selbst als Musiker Preisträger der Bundescreole 2007, Musikwissenschaftler Dr. Christian Reineke, außerdem Anette Heit, Programmleiterin bei der Werkstatt der Kulturen Berlin, Reiner Jäcksch, Künstlerischer Leiter beim Jugendzentrum Saalgärten in Rudolstadt, und Musikethnologin Kendra Stepputat. Im Einklang mit den Wettbewerbskriterien lag es der Jury besonders an der Originalität und der Innovation, die die Weltmusiker mitbringen sollten. Bewertet wurden daneben die musikalische Konzeption, die Qualität der Umsetzung, Charisma und Auftrittsdramaturgie. (Text: Jana Dichelle)
Trägerkreis Creoloe Mitteldeutschland: Dake Event LAG Soziokultur Thüringen e. V. Landesverband Soziokultur Sachsen e. V. Laviola GbR LKJ Sachsen-Anhalt e. V. Moritzbastei Leipzig Moritzhof Magdeburg/ARTist! e. V. TFF Rudolstadt |
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Tobias J. Knoblich |
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